Nachhaltigkeit

#Noplastic – das Gute liegt oft so nah

In meinem ersten Beitrag zum Thema #noplastic habt ihr bereits von unserem missglückten plastikfreien Einkauf gelesen und fragt euch vermutlich, ob und wie wir das Problem gelöst haben. Noch auf dem Rückweg nach Hause habe ich nach einem Unverpackt-Laden in der Nähe gesucht. In unserer Stadt fand Google leider keinen passenden Treffer, dafür aber im Nachbarort und da auch ziemlich nah an der Stadtgrenze. Unser neues Ziel wurde AS-Der Unverpacktladen in Leichlingen.

Zuhause angekommen räumte ich den bisherigen Einkauf ein und suchte noch schnell ein paar passende Behälter zusammen. Unser erster Einkauf in einem Unverpackt-Laden stand kurz bevor und wir waren gespannt wie Flitzebogen. Fragen wie: Bekommen wir da die fehlenden Sachen? Ist das überhaupt bezahlbar?, aber auch Unsicherheit machten sich in meinem Kopf breit. Völlig unnötigerweise wie mir schon bei Betreten des kleinen Ladenlokals klar wurde.

Wir wurden sehr freundlich und hilfsbereit empfangen und nach meiner kurzen Erklärung, dass wir noch nie in einem Unverpackt-Laden waren, bekamen wir eine sehr ausführliche Einführung in die Abfüllung. Nachdem wir zur großen Freude unseres großen Sohnemanns dort auch Spätzle, Klopapier (aus Bambus in Papierverpackung) und sogar Kekse bekamen war der Tag gerettet. Es wanderten dann noch Reis, Nüsse, Müsli, Quark und Milch in meinen Einkaufskorb und die Kinder durften währenddessen ein paar Süßigkeiten probieren.

Die nette Mitarbeiterin stand uns Rede und Antwort zu allem was wir wissen wollten und nahm sich wahnsinnig viel Zeit für uns. Außer den Lebensmitteln und dem bereits gefundenen Toilettenpapier bekamen wir noch neue Bambuszahnbürsten und zum Probieren auch ein paar Zahnputztabletten. Beides testen wir aktuell noch, aber ich werde euch schon bald dazu berichten.


Unsere Sorge bzgl. der Kosten bestätigte sich übrigens nicht im befürchteten Maße und so überwog definitiv das gute Gefühl, erfolgreich gewesen zu sein. Wieder zu Hause angekommen machte ich mich dann doch mit alten Kassenbons und dem Handy bewaffnet an einen Kostenvergleich, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

 Supermarkt (REWE)Unverpackt-Laden (inkl. Produkte vom Bio-Bauernhof)
Speisequark1,19€ (Tuffi)2,50€
Milch1,45€ (Glasflasche)1,30€
Toilettenpapier2,95€ (JA)4,98€ (3,99€ für 8 Rollen)
Nussmischung3,49€ (Seeberger)2,85€ (2,36€ für 124g)
Basmati braun2,79€ (Oryza)1,99€
Kakaopulver (Bio)2,99€ (REWE Bio)4,87€ (1,73€ für 142g)
Spätzle1,59€ (3 Glocken)3,00€
Müsli5,79€ (Seitenbacher)5,02€ (2,13€ für 318g)
Summe:22,24€26,51€ (+4,27€ Differenz)

Einen Kostenvergleich zu Obst/Gemüse und Fleisch/Wurst/Käse findet ihr in meinem nächsten Beitrag. Und natürlich auch einen kleinen Bericht über die Suche nach einer passenden Quelle.


Fazit: Wie ihr der Aufstellung entnehmen könnt ist der Einkauf im Unverpackt-Laden natürlich teurer, um genaugenommen 19,20%, jedoch kauft man hier zum einen ohne Plastikverpackungen ein und zum anderen größtenteils Bioqualität ein. Für uns in diesem Fall absolut vertretbar, zumal ich individuelle Mengen selber bestimmen kann und viele Dinge so auch nicht mehr bei uns schlecht werden.

Kommentar verfassen