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Intervallfasten, was kann das und wie geht das eigentlich?

Nachdem ich bereits viele Diäten, Ernährungsumstellungen und wie man das alles sonst noch nennt hinter mir habe, wollte ich natürlich auch mal dieses Intervallfasten ausprobieren. Schließlich ist es in letzter Zeit in aller Munde und auch die Promis schwärmen nur so davon. 🙂 Zuallererst habe ich mir also die BodyFast-App runtergeladen, eingerichtet und mein Fastenintervall festgelegt. Erst danach habe ich mich mit dem Thema genauer auseinander gesetzt. Vielleicht habt ihr auch Interesse das Ganze auszuprobieren, deshalb fasse ich einfach mal das Wichtigste zusammen.


Was ist eigentlich dieses Intervallfasten von dem alle reden?

Früher, und damit meine ich vor einer gang ganz langen Zeit, war es nicht selbstverständlich 3 oder mehr Mahlzeiten am Tag zu bekommen, sodass eine Art von intermittierendem Fasten schon sehr lange in unserem Umfeld existiert. Unser Körper ist also evolutionär gesehen bereits darauf eingestellt eine gewisse Zeit ohne Nahrungszufuhr auszukommen und trotzdem zu funktionieren.

Diese Fähigkeit unseres Körpers macht sich das System des Intervallfastens mit seinen verschiedenen Zyklen zunutze. Es gibt Methoden bei denen täglich eine gewisse Stundenzahl gefastet wird (z.B. 16/8, 12/10 und 20/4) und es gibt weitere bei denen ganze Tage gefastet wird (z.B. 5/2 und 1/1).

Ich habe mich für die 16/8 Methode entschieden, da das für einen Einstieg und eine moderate Gewichtsabnahme völlig ausreichend scheint. Außerdem sollten neben der Gewichtsreduktion die anderen positiven Aspekte des Intervallfasten eigentlich im Vordergrund stehen. Dazu später mehr.

Beim 16/8 Intervall steht ein Essenzeitraum von 8 Stunden und ein Fastenzeitraum von 16 Stunden fest, der auch unbedingt eingehalten werden sollte um effektiv zu fasten. Wahlweise kann man so auf die erste oder die letzte Mahlzeit verzichten, aber es geht eigentlich mehr um den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme als um den Verzicht auf diese. Lediglich wenn ihr plant Gewicht zu verlieren solltet ihr wirklich auf eine Mahlzeit verzichten.

Während der Fastenzeiten gibt es eigentlich nur eine Regel an die man sich sehr konsequent halten sollte: es ist nur Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee erlaubt, sonst nichts!

Demgegenüber sollte man natürlich in den 8 Stunden nicht wahllos Nahrung in sich hineinstopfen um die folgenden 16 Stunden zu „überstehen“, stattdessen ist eine ausgewogene Ernährung empfehlenswert. Natürlich muss man nicht auf alles verzichten, denn auch ein Eis mit den Kids oder ein Geburtstagskuchen mit Freunden und Familie gehört zum positiven Lebensgefühl dazu.


Was passiert beim Intervallfasten in meinem Körper?

Neben der Gewichtsabnahme soll das Intervallfasten viele gesundheitliche Vorteile haben, es soll sogar laut einiger Wissenschaftler das Wachstum von Krebszellen stoppen. Aber auch das Schlafverhalten soll sich verbessern, Hautprobleme verringern sich oder verschwinden und der Cholesterinspiegel kann auf ein gesundes Niveau gesenkt werden.

Aber wie funktioniert das eigentlich?

Nach ca. 12 bis 14 Stunden setzt im Körper ein Selbstreinigungsmechanismus ein, die sogenannte Autophagie (von altgriechisch αὐτόφαγος autóphagos „sich selbst verzehrend“). Die Zellen im Organismus sind in der Lage „Zellmüll“, der sich in ihnen angesammelt hat, abzubauen und die einzelnen Bestandteile danach neu zu verwenden. Defekte oder unnötige Bestandteile werden von Enzymen in kleinste Einzelteile zerlegt und dann als Brennstoffe genutzt. Die Autophagie hält also den Abbau der alten und die Produktion der neuen Zellkomponenten im Gleichgewicht und ist so in der Lage den Alterungsprozess zu bremsen, vor Infektionen zu schützen und verschiedenen Krankheiten vorzubeugen.


Mein Intervallfasten-Plan

Ich habe mich für die 16/8 Methode entschieden und verzichte aus die erste Mahlzeit, sprich das Frühstück. Meine Fastenzeit ist von 20 bis 12 Uhr und umgekehrt darf ich von 12 bis 20 Uhr essen. Die Wahl meiner Methode hat einen simplen Grund, denn ich bin Familienmutter und die gemeinsamen Mahlzeiten mit den Kindern und meinem Mann sind für das Familienleben unerlässlich. Wenn nicht gerade Wochenende oder Urlaub ist frühstücken wir nicht bevor wir das Haus verlassen, da wir alle so früh einfach noch nichts essen können. Die Kinder bekommen ihr Frühstück in der Schule und mein Mann frühstückt im Büro. Für mich ist das die ideale Möglichkeit einfach eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, quasi ohne das die anderen davon betroffen sind.

Am Wochenende kann ich ohne Probleme mit einer großen Tasse Tee dabei sitzen ohne das es den anderen etwas ausmacht. Anfangs haben ich allerdings noch einen großen Fehler gemacht und Milch im Kaffee getrunken. Meine Abnehm-Ergebnisse waren daher etwas dürftig, also verzichte ich nun ganz auf den Kaffee.

Währen der Essenszeiten versuche ich mich ausgewogen zu ernähren und das auch auf meine Familie zu übertragen. In vielen Punkten klappt das auch sehr gut und ich koche nun deutlich öfter frisch als früher. Auf Fastfood verzichten wir soweit es geht (natürlich gehen wir auch mal zum Burgerking und CO, aber eben sehr selten) und Fertigprodukte, soweit sie überhaupt noch im Vorrat vorhanden sind verschwinden nach und nach. Mit einigen wenigen Zutaten kann man eigentlich alles in einer vertretbaren Zeit zubereiten und muss gar nicht auf die vermeintlich schnelle Alternative zurückgreifen.

In der Rubrik Ernährung werde ich nach und nach auch viele der Rezepte die ich gerne nachkoche oder backe für euch zusammentragen. Also schaut mal wieder vorbei und für alles aktuelle folgt mir gerne auf Instagram.

Ein Gedanke zu „Intervallfasten, was kann das und wie geht das eigentlich?“

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