Fitness

Corona Kilos – über 6kg mehr durch Homeoffice

Nachdem die Schulen am 16.3.2020 in NRW quasi von heute auf morgen auf unbestimmt Zeit geschlossen wurden, musste auch ich eine Woche später ins Homeoffice. Nur so konnte zum einen die Pandemie gebremst und zum anderen die Kinderbetreuung sicher gestellt werden.

Neben dem eigentlichen Job, wuchs damit bei uns zuhause auch der Haushaltsaufwand (Kochen, Spülen, Aufräumen und Co) und die Beschulung der beiden Jungs musste übernommen werden.

Die auf einmal bei vielen auftretende Langeweile blieb bei mir und auch bei meinem Mann aus und meine freie Zeit am Tag verflüchtigte sich quasi komplett. Während die Menschen, meist diejenigen ohne Kinder, vermehrt zu sportlichen Aktivitäten fanden um ihre Langeweile zu bekämpfen und die neu gewonnene Zeit zu füllen, verbrachte ich nun noch mehr Zeit im Stehen und Sitzen.

Mein ursprünglicher Bewegungsalltag reduzierte sich auf ein Minimum. Der Weg vom Schlafzimmer ins Badezimmer, von dort zur Kaffeemaschine in die Küche und dann zurück Richtung Arbeitszimmer brachte kaum Schritte geschweige denn verbrauchte Kalorien mit sich. Im Vergleich dazu benötigte ich vorher für meinen Weg ins Büro neben einer kurzen Autofahrt auch einen etwa 10 Minuten langen Fußweg vom Parkplatz bis an den Schreibtisch. Das brachte mir einige Schritte und auch verbrauchte Kalorien am Tag ein, denn auch nach der Arbeit stand diese Aktivität wieder an. Freizeitaktivitäten und Besuche bei Freunden und Familie fielen auch flach, sodass wir die meiste Zeit zu Hause verbrachten, ja sogar vor dem Einkaufen drückten wir uns so lange bis es gar nicht mehr ging. Langsam aber stetig stieg damit mein Gewicht immer weiter von den zuvor erreichten 79,5kg um über 6kg auf stattliche 85,8kg an.


Die Folgen waren, wie ihr euch sicherlich gut vorstellen könnt oder auch selber erlebt habt, neben einem schlechten Körpergefühl und der wachsende Unzufriedenheit auch geschwollene Knöchel und Füße, Schlafstörungen, Müdigkeit, schlechte Laune und Hautunreinheiten. Ich habe mich immer wieder gefragt wie das eigentlich so weit kommen konnte, aber schlussendlich hatte ich einfach keine Zeit mehr auf mich und meinen Körper zu achten. Die Ausnahmesituation „Corona-Pandemie“ mit all ihren Folgen für unser Familienleben hat mich so sehr beschäftigt, dass der Rest, nämlich ich, nebenher funktionieren musste.

Mein Homeoffice war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht beendet, allerdings gingen die Kinder wieder Tageweise in die Schule und von einer Öffnung noch vor den Sommerferien war bereits die Rede. Das Wetter wurde auch immer besser und als die Jungs dann wieder beide nahezu zeitgleich Schulschluss hatten, konnte ich wieder Bewegung in meinen Alltag integrieren. Ich startete mit Spaziergängen zum Abholen der beiden in der OGS. Damit erreichte ich durchschnittlich 12.000 Schritte am Tag. Einen Gewichtsreduzierung konnte ich damit aber in so kurzer Zeit nicht erreichen.


Mit Beginn meines Sommerurlaubes und dem Ende des Homeoffice startete ich wieder mit dem Intervallfasten. So konnte ich vom 26.6 bis heute bereits 3kg wieder abbauen.

Mehr zum Thema findet ihr in meinem Beitrag „Intervallfasten“.

Außerdem habe ich am 8.7.20 wieder mein Homeworkout mit Eigengewichttraining aufgenommen und mir einen kleinen aber feinen Plan für die nächsten 30 Tage gemacht.

Mehr dazu findet ihr in meinem Fitnesstagebuch!


Auf Instagram könnt ihr mir auch gerne folgen, denn dort könnt ihr meinen Weg bis zum Wunschgewicht tagtäglich mitverfolgen.


Mein Fazit zum Thema Homeoffice

habe ich mir lange überlegen müssen. Grundsätzlich habe ich von vielen Müttern gehört, die das Ganze gerne für den Rest ihres Berufslebens fortführen würden. Ich hingegen sehr ein 100% Homeoffice für mich mehr als kritisch. Natürlich spart man ohne die Wege ins Büro eine Menge Zeit, die man anderweitig aufwenden kann, aber man verliert auch den, für mich sehr wichtigen, persönlichen Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten. Ich bin gerne Teil eines Teams und fühle mich einfach nicht wohl mit meiner Arbeit, wenn ich diese dauerhaft abgeschottet für mich alleine erledige.

Eine Aufteilung der Arbeitszeit in Homeoffice oder mobiles Arbeiten und Anwesenheit im Büro wäre aus meiner Sicht und für mich die beste Variante. Die Kombination aus Ruhe und Einsamkeit auf der einen Seite und der Möglichkeit zur Kommunikation und Teilhabe auf der anderen ist mein Favorit.

Für die Zeit nach meinem Urlaub hoffe ich also, dass für die Zukunft auch die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens in meinem Bereich geschaffen werden und wir von einer zweiten Corona-Welle mit all ihren Auswirkungen verschont bleiben.

In diesem Sinne, bleibt alle gesund und bewegt euch wieder mehr. 😉

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