Fitness

Nur ein Corona Trend? Ab aufs Fahrrad!

Neben Spazieren gehen wurde wohl das Fahrradfahren zum zweitliebsten Zeitvertreib während Corona und dem anfänglichen Social Distancing. Ein Hype auf den vermutlich viele aufgesprungen sind wenn man den örtlichen Fahrradverkäufern glauben mag oder seinen Augen traut. 😉

Auch jetzt, wo das zwischenmenschliche Leben wieder Fahrt aufnimmt und alles irgendwie erlaubt ist oder auch nicht, trifft man im Wald und auf den Straßen auf mehr Radfahrer, besonders auf Ebikes, und Spaziergänger. Tatsächlich haben viele Menschen eines oder beides wieder für sich entdeckt und praktizieren es auch weiterhin.

Uns fehlte zu den anfänglichen Corona-Hochwochen einfach traurigerweise die Zeit dazu. Dafür starten wir jetzt durch und hoffen auf etwas leerere Wälder 😉.

Mein Mann hat den ersten Schritt schon im letzten Jahr gemacht und ich bin ihm dann zum Sommer endlich gefolgt Richtung E-Bike. Eigentlich wollte ich ein einfaches Fahrrad zum Stadtfahren, einkaufen und so, mit dem man aber auch mal mit den Kinder in den Wald kann und da nicht ganz dumm drauf aussieht. Das passende Modell habe ich einfach nicht gefunden und dann fand ich mein E-Bike, das HAIBIKE SDURO FULLSEVEN LIFE 1.0 in tuscan/schwarz/rot. Ein Mädchentraum 😉 zu dem dann noch das passende Outfit samt Helm geshoppt wurde.


Nach einer kurzen Proberunde, die ich im Leben zu keiner Zeit auf einem normalen Mountainbike gefahren wäre, folgten Wochen gefühlten Dauerregens und das in den Sonmerferien. Aber nach all dem miesen Wetter tat sich endlich ein halbwegs trockenes Zeitfenster auf und mein Mann und ich nutzten die Zeit, die Kinder waren auf einem Kindergeburtstag eingeladen, und fuhren los.

Natürlich nicht ohne einen Plan. Also musste meine neue Lieblingsoutdoor-App Komoot her und mein Mann hat eine recht ambitionierte Route für etwa 1 bis 1 1/2 Stunden erstellt. Dank unserer super praktischen und vor allem stabilen Handyhalterungen* können wir diese jederzeit auf den Handys verfolgen.

Unsere geplante Tour sollte zwar eigentlich weiter gehen als wir sie schlussendlich gemacht haben, aber Komoot hat alles wichtige korrekt aufgezeichnet und so führte sie uns hin zur Gaststätte Rüdenstein durch den Wald und Ortschaften und zurück nach Hause über die Straße.

Ein paar Passagen waren für mich als Mountainbike Neuling kaum zu meistern, wohl mehr aus Angst zu stürzen als aus mangelndem Equipment, aber ich habe es tatsächlich geschafft und bin heil an der Wupper angekommen. Von Fahrt zu Fahrt wird das Vertrauen in mich und mein E-Bike größer und die Angst verschwindet hoffentlich irgendwann ganz. Was aber bitte nicht verschwinden darf ist dieses wahnsinnig gute Gefühl wenn man am Ziel angekommen ist. Mein erstes Hoch hatte ich an der Straße, die wir sonst nur mit dem Auto zum Essen mit der Familie gefahren sind.

Ein noch viel viel viel größeres Hochgefühl erfüllte mich als ich zu Hause mein Rad in die Garage schob und den Helm an den Lenker hängte. Ich hatte es wirklich geschafft, nicht nur den Berg heile herunter zu fahren, nein ich war ihn auch wieder hinauf getrampelt. Klar natürlich mit Motorunterstützung, aber meine Beine brannten die gesamte Strecke bergauf wie die Hölle und ich habe eine Leistung vollbracht, von der ich im Leben nicht geglaubt hätte das zu schaffen.


In dieser ungefähren Stunde voller Fun habe ich, laut Apple Health und meiner Smartwatch*, folgende Werte erzielt:

  • 434 kcal wurden zusätzlich verbrannt
  • meine durchschnittl. Herzfrequenz lag bei 130
  • wir haben etwa 10km zurückgelegt

Alles in allem kann ich den Trend nun mehr als verstehen, ich werde ihn mitmachen und in Zukunft noch viele durch Komoot navigierte Touren unternehmen. Die App hat uns auf dem Hinweg wirklich gut geführt und wir konnten Ecken in unserer Umgebung befahren, die wir so vorher noch nie gesehen haben. Das einzige Problem, bzw. eigentlich ein kleiner Fehler unsererseits, war die schlecht Netzabdeckung im Rüden. Leider haben wir vorher vergessen die „Offlinekarten-Funktion“ in der App zu aktivieren. Bei allen folgenden Touren habe ich diesen Schalter umgelegt und die Navigation hat super geklappt.

Auf mein E-Bike möchte ich definitiv nie wieder verzichten. Ich bin auch in meiner untrainierten Verfassung in der Lage anspruchsvolle Strecken zu meistern und power mich trotz der Unterstützung ordentlich aus. Auf normalen Strecken kann man das E auch getrost mal ausschalten und einfach Bike fahren. So kommt jeder auf seine Kosten.

Für alle die ich nun begeistern konnte … ab aufs Rad (oder zum Händler) und lasst euch den Wind um die Nase wehen. Das macht echt Spaß!!!

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